Sensible Mandantendaten DSGVO-konform erfassen
Mandantenaufnahme in einer Kanzlei oder Steuerberatung berührt von Anfang an besonders schützenswerte Daten. Personenbezogene Angaben wie Geburtsdatum, Familienstand, Beschäftigungsverhältnis oder finanzielle Verhältnisse fallen unter die DSGVO; in Strafsachen, Familienrecht oder Sozialrecht kommen häufig Gesundheits- oder Strafdaten nach Art. 9 und 10 DSGVO hinzu. Diese Felder dürfen Sie nur erheben, wenn eine ausdrückliche, dokumentierte Rechtsgrundlage vorliegt — meist die berufsrechtliche Verschwiegenheit kombiniert mit der ausdrücklichen Einwilligung des Mandanten.
Bauen Sie das Formular so, dass jede sensible Sektion klar als solche gekennzeichnet ist. Ein kurzer Hinweis vor dem Block — „Die folgenden Angaben sind besonders sensibel und unterliegen unserer anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht" — schafft Vertrauen. Hosten Sie das Formular ausschließlich auf einer eigenen Domain mit TLS-Verschlüsselung und stellen Sie sicher, dass die Daten in Europa verarbeitet werden. Verzichten Sie auf US-Tracking-Pixel auf Mandanten-Formularen — die Risikoabwägung fällt für eine Kanzlei praktisch immer gegen Drittland-Tools aus.