Für Kanzleien mit Vergütungsvereinbarungen

Das Honorar-Gespräch beginnt vorbereitet — nicht beim Urknall

Stundensatz, Pauschale oder RVG? Die meisten Mandanten hören diese Begriffe zum ersten Mal. Ein Vorab-Formular erfasst Mandats-Eckdaten und Honorar-Präferenz, bevor ihr sprecht — das Gespräch klärt dann Konditionen statt Grundlagen.

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Warum das Honorar-Gespräch so oft hakt

RVG vs. Stundensatz: böhmische Dörfer

Gegenstandswert, Geschäftsgebühr, Stundenhonorar — für den Mandanten sind das Fremdwörter. Du erklärst im Termin zwanzig Minuten Gebührensystematik, bevor überhaupt über den Fall gesprochen wird. Das ist teure Zeit für beide Seiten.

Ohne Eckdaten kein seriöses Angebot

Umfang, Komplexität, Eilbedürftigkeit, Gegnerseite — erst mit diesen Angaben kannst du einschätzen, ob Pauschale, Stundensatz oder RVG-Abrechnung zum Mandat passt. Kommen sie erst im Gespräch, kalkulierst du unter Druck und auf Zuruf.

Die Preis-Überraschung kostet Vertrauen

Wer ohne jede Vorstellung in den Termin kommt, erlebt die erste Honorar-Zahl als Schock — und zögert. Mandanten, die vorab über Modelle und Größenordnungen nachgedacht haben, entscheiden schneller und bleiben seltener nach dem Erstgespräch weg.

So bereitet Questee das Gespräch vor

  1. 1

    Eckdaten-Bogen mit deinen Modellen anlegen

    Du fragst ab, was deine Kalkulation braucht: Worum geht es, wie umfangreich sind die Unterlagen, wie eilig ist es, gibt es eine Rechtsschutzversicherung? Dazu erklärst du in kurzen, neutralen Infotexten deine Abrechnungsmodelle und lässt den Mandanten eine Präferenz angeben.

  2. 2

    Mandant informiert sich in Ruhe

    Vor dem Termin liest der Mandant ohne Zeitdruck, was Stundensatz, Pauschale und gesetzliche Gebühren grundsätzlich bedeuten — in deinen Worten, ohne Beratungsdruck. Er gibt seine Eckdaten und seine Präferenz an, mit Zwischenspeichern, am Handy oder Rechner.

  3. 3

    Ihr verhandelt Konditionen, nicht Konzepte

    Im Gespräch kennt der Mandant die Modelle, du kennst das Mandat. Ihr sprecht direkt über die konkrete Vereinbarung. Die Vergütungsvereinbarung selbst setzt deine Kanzlei anschließend formgerecht nach § 3a RVG auf — auf einer sauberen Gesprächsgrundlage.

Gebaut für die Mandats-Anbahnung

Conditional Logic

Rechtsschutz vorhanden? Dann fragt der Bogen nach Versicherer und Schadennummer — sonst nicht.

Datei-Upload

Vertrag, Bescheid oder Schriftverkehr gleich mitliefern — du schätzt den Umfang realistisch ein.

Infotexte in deinen Worten

Zwischen den Fragen erklärst du Abrechnungsmodelle neutral und verständlich — dein Wortlaut, dein Ton.

Hosting in Deutschland

Mandats-Anbahnungsdaten DSGVO-konform mit AVV auf deutschen Servern — keine US-Cloud.

E-Mail-Benachrichtigung

Eingegangene Bögen melden sich vor dem Termin — du kalkulierst in Ruhe statt im Gespräch.

Kanzlei-Branding

Logo und Farben deiner Kanzlei (Pro) — der Bogen ist Teil deines Auftritts, nicht ein Fremd-Tool.

Transparente Preise — passend zum Thema

Free: 3 Formulare, 100 Antworten/Monat. Pro: unbegrenzte Formulare, eigenes Branding, AI inklusive — 12€/Monat, im Jahresabo 9€/Monat. Keine versteckten Gebühren, das wäre ja ironisch.

Free

3 Formulare, 250 Antworten/Monat

Pro

Unbegrenzt, 10.000 Antworten/Monat, AI inklusive

Fragen zur Honorar-Vorbereitung

Wird die Vergütungsvereinbarung im Formular abgeschlossen?
Nein, bewusst nicht. Vergütungsvereinbarungen unterliegen der Textform-Anforderung des § 3a RVG mit konkreten inhaltlichen Vorgaben — das Aufsetzen und der formgerechte Abschluss gehören in die Hand deiner Kanzlei. Das Formular bereitet ausschließlich vor: Es sammelt Eckdaten und Präferenzen, damit das Gespräch und die anschließende Vereinbarung auf vollständiger Grundlage stehen.
Ist die Erklärung der Abrechnungsmodelle schon Rechtsberatung?
Die Infotexte im Formular schreibst du selbst — als allgemeine, neutrale Erläuterung deiner eigenen Abrechnungspraxis, nicht als Beratung zum Einzelfall. Was im konkreten Mandat angemessen ist, welche Gebühren anfallen und was vereinbart wird, klärst du persönlich im Gespräch. Das Formular gibt keine Empfehlungen ab und berechnet keine Gebühren.
Was sollte der Bogen vor dem Honorar-Gespräch abfragen?
Bewährt: Gegenstand des Mandats in eigenen Worten, geschätzter Umfang der Unterlagen, Eilbedürftigkeit und Fristen, ob die Gegenseite anwaltlich vertreten ist, Rechtsschutzversicherung mit Deckungszusage-Status, und die Präferenz des Mandanten zwischen deinen Modellen samt Budget-Rahmen. Plus Upload-Feld für zentrale Dokumente — daran liest du den Aufwand oft besser ab als an jeder Beschreibung.
Schreckt das Thema Geld vor dem ersten Gespräch nicht ab?
Das Gegenteil ist der Fall: Die größte Hürde vor dem Anwaltsbesuch ist die diffuse Angst vor unkalkulierbaren Kosten. Wer vorab erfährt, welche Modelle es gibt und dass darüber offen gesprochen wird, kommt mit weniger Anspannung in den Termin. Transparenz beim Honorar ist ein Akquise-Argument — keine Abschreckung.
Sind die Angaben des Mandanten dabei sicher?
Ja — schon die Mandats-Anbahnung fällt unter deine Verschwiegenheitspflicht, deshalb behandelt Questee sie entsprechend: Hosting ausschließlich in Deutschland, verschlüsselte Übertragung, mandantengetrennte Datenbank, AVV nach Art. 28 DSGVO. Keine US-Cloud-Komponente in der Verarbeitungskette — ein Unterschied zu Typeform und Google Forms, den deine Datenschutz-Dokumentation zu schätzen weiß.
Funktioniert das auch bei reiner RVG-Abrechnung?
Ja — dann verschiebt sich der Zweck leicht: Der Bogen erklärt, dass nach Gegenstandswert abgerechnet wird, fragt die wertbestimmenden Eckdaten ab und klärt die Rechtsschutz-Situation. Auch ohne individuelle Vereinbarung startet das Erstgespräch dann ohne die übliche Viertelstunde Gebühren-Grundkurs.
Warum nicht einfach ein Merkblatt-PDF zum Honorar verschicken?
Ein PDF informiert, aber es antwortet nicht: Du erfährst weder die Eckdaten des Mandats noch die Präferenz des Mandanten — und ob er es gelesen hat, weißt du auch nicht. Das Formular kombiniert beides: Information in deinen Worten plus strukturierte Rückmeldung, auf deren Basis du vor dem Termin kalkulieren kannst. Aus einer Einbahnstraße wird ein Dialog.

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